Pas de deux und Brokkoli
Jugendroman

Katharina (14) will hoch hinaus. Doch das wird kompliziert.
Als einzige Nachwuchstänzerin des Opernhausballetts hat sie kleine Speckröllchen. Wer bitte soll sie denn anheben?
Ronny (18) vielleicht? Ronny ist ein amerikanischer Profitänzer, der über die Stränge haut mit Zigaretten und Alkohol, und zur Strafe drei Monate mit den jungen Mädchen tanzen muss. No way, ich tanze nicht mit Katharina, sagt Ronny einfältig. Bald ist aber das Vortanzen für “Pans grosse Liebe”.
Nun probiert Katharina mit Brokkolipulver, einem schrecklichen Eiweissgetränk, abzunehmen, um die Hauptrolle zu bekommen.
Von Selbstzweifeln und Schlankheitswahn getrieben, merkt das Mädchen gar nicht, dass es Jungs ausserhalb des Balletts gibt, die auf sie stehen.
Nachbar Claude (16) zum Beispiel, der gerade die Trennung seiner Eltern verarbeiten muss, und in Katharina eine gute Freundin findet.
Als Katharina dann bei 35 Grad im Schatten leckere Törtchen von Oma ins Ballett mitbringt, und die ausgehungerten Profitänzer sich heimlich über die Süssigkeit hermachen, überfällt die Truppe eine Epidemie. Die “Salomonella Kloaki” sorgt dafür, dass die Profis wochenlang nicht trainieren können. Umso besser für Katharina.



Bilderbuch in Arbeit:
Brauchst keine Angst zu haben, liebe Lotte

Lotte hört unheimliche Geräusche. Ein Pfeifen, ein Jaulen, ein Klappern, ein Bellen und ein sonderbares Klopfen. Schnell zieht sie ängstlich die Decke über den Kopf. Mit „Schöne gute Nacht“ begrüsst die Dunkelheit Lotte. Sie baut mit Kelle und Bachsteinen an einer grossen dunklen Mauer. Lotte findet die Dunkelheit ganz nett. „Da fehlt ein Stein in deiner Mauer“, sagt Lotte zur Dunkelheit. Aber nein, findet die Dunkelheit. Das muss so sein. Diese Öffnungen sind nämlich für die mutigen Kinder, die voller Neugier hinter die Mauer blicken wollen. Auch Lotte blickt hinter die Mauer. „Ah, oh, ach so!“, ruft sie verwundert. Jetzt weiss sie, woher die seltsamen Geräusche kommen. „Das ist gut, dass du dich wunderst!“ sagt die Dunkelheit. „Stammt wundern von Wunder?“, will Lotte wissen. Die Dunkelheit nickt. Lotte trinkt mit der Dunkelheit einen Schluck Schlummerkaffee und ist überglücklich. Und die Angst ist plötzlich weg.

In Arbeit:
Die Dichterin
Drehbuch

1840. Der hässliche Straube gibt Annette noch während der Verlobungsfeier vor allen Leuten den Laufpass. Dabei hätte sie in ihrem Alter doch schön längst heiraten sollen! Jetzt ist auch die Mutter nicht mehr zu beruhigen, und jagt die untröstliche Dichterin vom Schloss. Konsequent dreht sie ihr den Geldhahn ab. Annette findet verzweifelt einen Unterschlupf bei ihre Schwester am Bodensee, doch da wird renoviert. Das auch noch!, findet Annette, und kann bei dem Krach kaum ein Gedicht schreiben. Dabei hat sie doch ein Angebot von einem seriösen Verleger, der ihr ein anständiges Gehalt zahlen will. Da taucht ihr Mündel Levin auf. Er will unbedingt als erster Deutscher den Bodensee schwimmend überqueren. Doch braucht er einen Freund, der ihn im Boot begleitet, weil er sonst zu ertrinken droht. Da niemand bereit ist, diese verrückte Idee zu unterstützen, muss Annette ans Ruder. Erst weigert sie sich, weil sie schliesslich weit Besseres zu tun hat. Als sie jedoch merkt, dass die zarte Bande zu Levin ihre Gedichte inspiriert, begleitet sie ihn täglich auf den See und lernt sogar schwimmen. Denn Schreiben ist wie Schwimmen: Man muss sich vom sicheren Ufer entfernen, um richtig gut zu werden.